Reise-Rubrik

Nationalpark Hoge Veluwe in Gelderland

Gelderland ist die größte Provinz der Niederlande und hat keinen Kilometer Strand. Trotzdem bietet Gelderland jede Menge Freizeitattraktionen. Die größte Attraktion dieser Region liegt vielleicht in ihrer guten Erreichbarkeit. Anders als die Sandstrände von Zeeland, sind es bis in den Nationalpark Hoge Veluwe nicht mehr als 100 Kilometer, zum Beispiel bei Anreise aus dem Ruhrgebiet in NRW. Ideal für Kurztrips und Wochenendausflüge, die sich beliebig mit Kultur, Natur und Kulinarik füllen lassen.

Mit dem Fahrrad den Nationalpark Hoge Veluwe zu erkunden ist das ganze Jahr über möglich / © Foto: Georg Berg
Mit dem Fahrrad den Nationalpark Hoge Veluwe zu erkunden ist das ganze Jahr über möglich / © Foto: Georg Berg

Im kleinen Ort Otterlo gibt es einen von insgesamt drei Eingängen in den Nationalpark Hoge Veluwe. Der Park zählt zum Kulturerbe der Niederlande. Die Landschaft ist abwechslungsreich. Wald, Moorland, Heide und Wanderdünen erstrecken sich über 5.000 Hektar. Über das ganze Jahr können Besucher mit weißen Fahrrädern, die an allen drei Parkeingängen stehen, durch das weitläufige Gelände fahren. Die Fahrräder sind im Parkeintritt enthalten. Wer lieber mit dem Auto durch den Park fährt, zahlt einen höheren Eintritt und darf die wenigen Hauptrouten nicht verlassen. Per Rad ist das Wegenetz größer. Auch Wandern ist möglich. Auf dem Gelände der Hoge Veluwe verteilt liegen drei Restaurants, so dass man Stopps beim Erkunden des Nationalparks einplanen kann.

Die berühmten weißen Fahrräder der Hoge Veluwe. Ihre Benutzung ist im Eintrittspreis inbegriffen / © Foto: Georg Berg
Die berühmten weißen Fahrräder der Hoge Veluwe. Ihre Benutzung ist im Eintrittspreis inbegriffen / © Foto: Georg Berg
Skulpturen in der Parkanlage vor dem Kröller-Müller Museum / © Foto: Georg Berg
Skulpturen in der Parkanlage vor dem Kröller-Müller Museum / © Foto: Georg Berg

Der Nationalpark Hoge Veluwe hat nicht nur viel Natur, sondern auch Kunst von Weltrang zu bieten. Das international viel beachtete Kröller-Müller Museum liegt in der Hoge Veluwe. Das Museum beherbergt die weltweit zweitgrößte Sammlung mit Werken von Vincent van Gogh. Darüber hinaus gehören Spitzenexponate moderner Meister wie Claude Monet, Georges Seurat, Pablo Picasso und Piet Mondriaan zur Sammlung. Der weitläufige Park zeigt eine der größten Skulpturen-Sammlungen Europas.

Angela Berg entdeckt echte Sonnenblumen im Raum mit Werken von Vincent van Gogh / © Foto: Georg Berg
Angela Berg entdeckt echte Sonnenblumen im Raum mit Werken von Vincent van Gogh / © Foto: Georg Berg
Das Jagdhaus Sankt Hubertus der Familie Kröller-Müller liegt mitten in der Hoge Veluwe. Wild war hier schon immer ein großes Thema. Heute werden die umliegenden Restaurants mit dem Parkwild versorgt / © Foto: Georg Berg
Das Jagdhaus Sankt Hubertus der Familie Kröller-Müller liegt mitten in der Hoge Veluwe. Wild war hier schon immer ein großes Thema. Heute werden die umliegenden Restaurants mit dem Parkwild versorgt / © Foto: Georg Berg

Das Kröller-Müller-Museum ist das Lebenswerk von Helene Kröller-Müller. Zwischen 1907 und 1922 kaufte die Mäzenin über 11.000 Kunstwerke. 1938 wurde das Museum, dessen Entwurf von Henry van de Velde stammt, eröffnet. Für den Eintritt in das Museum brauchen Besucher immer auch ein Ticket für den Nationalpark. Natur und Kunst lassen sich in Otterlo auf ganz kurzen Wegen miteinander verbinden. Als Unterkunft ist das 4-Sternehotel de Sterrenberg ein idealer Ausgangspunkt.

Das Hotel de Sterrenberg in Otterlo liegt nur 600 Meter vom Eingang des Nationalparks Hoge Veluwe entfernt / © Foto: Georg Berg
Das Hotel de Sterrenberg in Otterlo liegt nur 600 Meter vom Eingang des Nationalparks Hoge Veluwe entfernt / © Foto: Georg Berg

Das Hotel de Sterrenberg liegt nur 600 Meter vom Eingang des Nationalparks Hoge Veluwe entfernt. Zum Hotel gehört das Restaurant Cèpes. Es ist seit 2018 mit einem Bib Gourmand des Guide Michelin ausgezeichnet. Die Küche von Chefkoch Robert Hartelmann arbeitet wo immer möglich mit lokalen und regionalen Produkten. Das gilt auch für die Wildgerichte. Die Tiere stammen meistens aus dem weitläufigen Gelände der Hoge Veluwe.

Im Restaurant Cèpes dominieren Hirschgeweihe die Raumgestaltung. Wild ist auch auf der Menükarte ein kulinarischer Leitfaden / © Foto: Georg Berg
Im Restaurant Cèpes dominieren Hirschgeweihe die Raumgestaltung. Wild ist auch auf der Menükarte ein kulinarischer Leitfaden / © Foto: Georg Berg

Der erste Gang ist ein leichter Starter, der sowohl farblich als auch geschmacklich gute Laune macht. Die arktische Äsche mit einem Buttermilch-Dill Öl benetzt, kontrastiert mit der Frische von Apfel, Rettich und Gurke. Hierzu empfiehlt Karolien Som, Sommeliere im Restaurant Cèpes, einen Wein aus dem Alentejo. Eine aufregende Assemblage frisch-krautig mit einer leichten Bitternote im Abgang aus den Reben Arinto, Viohsino und Torentes.

Arktische Forelle mit Dill, Apfel und Gurke / © Foto: Georg Berg
Arktische Forelle mit Dill, Apfel und Gurke / © Foto: Georg Berg

Wildente, geschossen im Nationalpark Hoge Veluwe. Serviert mit einer Portweinsauce mit Polenta. Das Maisbällchen ist gefüllt mit Confis aus Entenbein. Dazu ein Püree aus frischem Mais, das wunderbar harmoniert mit der gehaltvollen Sauce.

Wildente aus der Hoge Velouwe mit Püree aus frischem Mais / © Foto: Georg Berg
Wildente aus der Hoge Velouwe mit Püree aus frischem Mais / © Foto: Georg Berg

Zu dem Wildgang kombiniert Sommeliere Karolien Som einen Bordeaux der Winzergemeinchaft Nous les Vignerons de Buzet. Le Petit Baron ist ein Biowein südlich von Bordeaux mit beerigen Noten. Ein Teil des Verkaufserlös fließt in ein Schutzprojekt für Eulen. Das macht den Petit Baron in gewisser Weise doppelt biologisch und ist eine schön annoncierte Weingeschichte im Rahmen des Mehrgang-Menüs im Restaurant Cèpes.

Dessert aus Ziegenmilchjoghurt mit Basilikumöl, Brombeereis und Gel aus Schwarzer Johannisbeere / © Foto: Georg Berg
Dessert aus Ziegenmilchjoghurt mit Basilikumöl, Brombeereis und Gel aus Schwarzer Johannisbeere / © Foto: Georg Berg

Das Restaurant Cèpes im Hotel de Sterrenberg in Otterlo bietet sowohl für Hausgäste als auch für reine Restaurantbesucher ein Vier-Gang-Überraschungsmenü. Auf Wunsch mit einer lohnenswerten und informativen Weinbegleitung.

Mehr über die Provinz Gelderland in der Reportage Zwischen Wald, Hanse und Herrenhaus mit Eindrücken aus dem Nationalpark Hoge Veluwe, dem Kröller-Müller Museum, Schloss Ruurlo, den Hansestädten Zutphen und Doisburg.

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Die Recherchereise wurde teilweise vom Tourismusverband der Niederlande unterstützt

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Permalink der Originalversion: https://tellerrandstories.de/nationalpark-hoge-veluwe-niederlanden
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