Moment mal!

Wie Island die Welt veränderte

Buchtipp – The big History of a small Country

Mein Buchtipp für die Sommerferien handelt von einem kalten Ort, den wir nicht unbedingt auf dem Schirm haben, wenn es um die Weltgeschichte der letzten 1.100 Jahre geht. How Iceland changed the World  ist für mich – neben meinem warmen Lopapeysa aus der Wolle der berühmten Island-Schafe – das Lieblingsmitbringsel  einer dreiwöchigen Reise durch Island. Ich wünschte, ich hätte das Buch vor der Reise gelesen!  

Es ist die bislang unerzählte Geschichte einer kleinen Insel mitten im Atlantik, die die Welt geprägt hat.  Der isländische Journalist Egill Bjarnason schreibt zum laut loslachen unterhaltsam und deckt dabei unerwartete und spannende Zusammenhänge auf. Wer weiss schon, dass eigentlich ein Isländer Amerika entdeckt hat, aber früh das Interesse an diesem Land verlor, dass ein verheerender Vulkanausbruch 1783 für Finsternis und Unglück auf fast der ganzen Welt sorgte und die Französische Revolution beflügelt hat, dass die Gute-Nacht-Geschichten eines isländischen Kindermädchens im Hause von J.R.R. Tolkien  den Herr der Ringe prägte bis hin zu den Lehren, die andere Länder aus den frühen isländischen Reformen zur gender equality ziehen könnten.  Lange Schwärmerei für ein wunderbar verdichtetes Buch, nur 255 Seiten für über 1000 Jahre. How Iceland changed the World, Penguin Books. The big History of a small Country!

Geldingadalir, der jüngste Vulkan Islands hat erst vor wenigen Monaten aufgehört zu spucken. Die Lava ist tiefschwarz aber immer noch spürt man die Hitze / © Foto: Georg Berg
Geldingadalir, der jüngste Vulkan Islands hat erst vor wenigen Monaten aufgehört zu spucken. Die Lava ist tiefschwarz aber immer noch spürt man die Hitze / © Foto: Georg Berg

Island – Eis und Feuer

In Island treffen zwei Kontinente aufeinander. Die Insel liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken zwischen den tektonischen Platten von Nordamerika und Eurasien. Island ist als das Land des Eises und Feuers bekannt, da auf der Insel sowohl aktive Vulkane als auch riesige Gletscher das Landschaftsbild prägen. In der isländischen Natur finden sich viele Gegensätze: üppige Täler und weite Wüsten, schmale Fjorde und ausgedehnte Ebenen, hohe Wasserfälle und große Seen.

Den isländischen Sagas zufolge warf Þorgeir Ljósvetningagoði, der Häuptling der Grafschaft Ljósavatn, der auf dem Hof Ljósavatn lebte, im Jahr 1000 n. Chr. seine heidnischen Götterstatuen in den Wasserfall Goðafoss (Wasserfall der Götter), nachdem er beschlossen hatte, dass die Isländer die christliche Religion annehmen sollten. / © Foto: Georg Berg
Den isländischen Sagas zufolge warf Þorgeir Ljósvetningagoði, der Häuptling der Grafschaft Ljósavatn, der auf dem Hof Ljósavatn lebte, im Jahr 1000 n. Chr. seine heidnischen Götterstatuen in den Wasserfall Goðafoss (Wasserfall der Götter), nachdem er beschlossen hatte, dass die Isländer die christliche Religion annehmen sollten. / © Foto: Georg Berg

Island – Wunder der Geothermie

Von wegen Energiekrise! In Island sind die Heinzungen so warm, dass man zur Abkühlung das Fenster aufreißt. In Island sprudelt heißes Wasser aus der Erde und bevor man es dort ungenutzt ins Meer fließen lässt, werden riesige Gewächhäuser rund ums Jahr beheizt. Mit fruchtbaren Folgen. Es gibt isländische Erdbeeren, Gurken und Tomaten in den Supermärkten.

Island – erste Fotos

Unsere Arbeitsweise ist geprägt durch selbst erlebte, gut recherchierte Textarbeit und professionelle, lebendige Fotografie. Für alle Geschichten gilt, dass Reiseeindrücke und Fotos am selben Ort entstehen. So ergänzen und stützen die Fotos das Gelesene und tragen es weiter.

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