Das P-Wort

Ponys sind eine kräftige Pferderasse, die sich durch Robustheit, starke Nerven und reiches Langhaar auszeichnen. So ähnlich beschreibt Wikipedia sie in 56 Sprachen – nur nicht auf Isländisch.

Islandponys müssen in Island Pferd genannt werden / © Foto: Georg Berg
Islandponys müssen in Island Pferd genannt werden / © Foto: Georg Berg

In Island kennt man nur das Islandpferd und nennt es Hestur, was übersetzt einfach Pferd bedeutet. Anerkannt werden nur reingezogene Tiere, ohne Fremdbluteinkreuzung, deren Abstammung lückenlos bis nach Island zurückzuverfolgen ist. Die Einfuhr von Pferden ist zur Vermeidung von Krankheiten verboten. Daher können Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, nicht wieder nach Island eingeführt werden. Das Zolldirektorat Islands setzt noch einen drauf und definiert in einem Faltblatt zusätzlich: „Es ist verboten, gebrauchtes Sattel- und Zaumzeug einzuführen. Unter gebrauchtem Zaumzeug werden auch Trensen, Halfter und aus Leder gefertigte Peitschen verstanden.“

In Übersetzungsprogrammen, die bestimmt nicht von Isländern gefüttert wurden, wird Pony als Smáhestur ausgeworfen. Smá bedeutet „ein wenig“ und das kann von Isländern in Verbindung mit ihrem edelsten Geschöpf nur als Beleidigung empfunden werden.

Deshalb der Rat an alle Islandbesucher: Lasst euch nicht auf Diskussionen ein. Das Islandpferd ist groß. Punkt.

Wunderliche Island Geschichten

Magisch, mystisch, wunderlich. Auf unserer Reise durch Island haben wir überwältigende Natur erlebt, die Vorzüge der Geothermie genossen und so manch absonderliches Gericht oder vom erst 1989 legalisierten Bier probiert. In Island gibt es zwar Führungsschafe, aber unter gar keinen Umständen Ponys. Dafür haben die Nachfahren der Wikinger heute beheizte Bürgersteige, immer noch brodelnde Vulkane und viel Kreativität, die in den langen dunklen Monaten das beste Rezept gegen eine beginnende Winterdepression ist. In weiteren Episoden geht es um haarige Bierflaschen, versteinerte Trolle und Wunschsteine. Fermentierter, grausam stinkender Grönlandhai steht im Kontrast zum Roggenbrot, das in heißer Erde gebacken wird. Die regelmäßig vor Húsavík auftauchenden Wale sind ein beliebtes Fotomotiv beim Whale Watching.

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Permalink der Originalversion: https://tellerrandstories.de/islandpferd
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