Moment mal!

Das P-Wort

Ponys sind eine kräftige Pferderasse, die sich durch Robustheit, starke Nerven und reiches Langhaar auszeichnen. So ähnlich beschreibt Wikipedia sie in 56 Sprachen – nur nicht auf Isländisch.

Islandponys müssen in Island Pferd genannt werden / © Foto: Georg Berg
Islandponys müssen in Island Pferd genannt werden / © Foto: Georg Berg

In Island kennt man nur das Islandpferd und nennt es Hestur, was übersetzt einfach Pferd bedeutet. Anerkannt werden nur reingezogene Tiere, ohne Fremdbluteinkreuzung, deren Abstammung lückenlos bis nach Island zurückzuverfolgen ist. Die Einfuhr von Pferden ist zur Vermeidung von Krankheiten verboten. Daher können Pferde, die in Island geboren wurden und einmal die Insel verlassen haben, nicht wieder nach Island eingeführt werden. Das Zolldirektorat Islands setzt noch einen drauf und definiert in einem Faltblatt zusätzlich: “Es ist verboten, gebrauchtes Sattel- und Zaumzeug einzuführen. Unter gebrauchtem Zaumzeug werden auch Trensen, Halfter und aus Leder gefertigte Peitschen verstanden.”

In Übersetzungsprogrammen, die bestimmt nicht von Isländern gefüttert wurden, wird Pony als Smáhestur ausgeworfen. Smá bedeutet “ein wenig” und das kann von Isländern in Verbindung mit ihrem edelsten Geschöpf nur als Beleidigung empfunden werden.

Deshalb der Rat an alle Islandbesucher: Lasst euch nicht auf Diskussionen ein. Das Islandpferd ist groß. Punkt.

Wunderliche Island Geschichten

Magisch, mystisch, wunderlich. Auf unserer Reise durch Island haben wir überwältigende Natur erlebt, die Vorzüge der Geothermie genossen und so manch absonderliches landestypische Gericht probiert. In Island gibt es zwar Führungsschafe, aber unter gar keinen Umständen Ponys. Dafür haben die Nachfahren der Wikinger heute beheizte Bürgersteige, immer noch brodelnde Vulkane und viel Kreativität, die in den langen dunklen Monaten das beste Rezept gegen eine beginnende Winterdepression ist. In weiteren Moment Mal Episoden geht es um haarige Bierflaschen, versteinerte Trolle und Wunschsteine. Fermentierter, grausam stinkender Grönlandhai und das in heißer Erde verbuddelte Roggenbrot folgen demnächst.

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Unsere Arbeitsweise zeichnet sich durch selbst erlebte, gut recherchierte Textarbeit und professionelle, lebendige Fotografie aus. Für alle Geschichten gilt, dass Reiseeindrücke und Fotos am selben Ort entstehen. So ergänzen und stützen die Fotos das Gelesene und tragen es weiter.

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Permalink der Originalversion: https://tellerrandstories.de/islandpferd
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