Keine Reise ohne Denkmal! Zum Internationalen Tag des Denkmals am 18. April beginnen wir mit einem Streifzug durch die Vielfalt der Denkmäler. Egal, ob man ihnen in der Stadt oder auf dem Land begegnet, gemeinsam ist allen Denkmälern dieser Welt ihr Beitrag zur Bildung. Ohne sie würden wir alle ein bisschen dümmer von einer Reise zurückkehren.
documenta Kassel und die Denkanstösse
Manches Denkmal ist über die Zeit zum Kunstwerk erhoben worden, andere haben als Kunstwerk begonnen und wurden vom Denkanstoss zum Denkmal. Im Jahr der documenta fifteen kommt man an Kassel auf keinen Fall vorbei. Denn Kassel ist gespickt mit Kunstwerken, die zum Denkmal wurden. Alle fünf Jahre im Rahmen der documenta wird die Stadt zu einer großen Bühne zeitgenössischer Kunst und arbeitet dabei auch mit den vorhandenen Denkmälern. Sie werden verhüllt, stoßen Rauchsignale aus oder bekommen einen Tempel an die Seite gestellt. Dies alles ist passiert auf der documenta 14. Über die documenta fifteen wird 2022 noch zu berichten sein. Nur soviel, Lumbung, die indonesische Reisscheune, wird dabei eine Rolle spielen.



Denkmäler begegnen uns überall – auf Reisen, in der Stadt, auf dem Land, im Museum. Doch was macht ein Denkmal aus? Wer entscheidet, was wir erinnern? Keine Reise ohne Denkmal eröffnet einen Streifzug durch die Vielfalt dessen, was Menschen auf Sockel heben. In der Stadt drängen sich die Denkmäler dicht: Denkmal und Stadt zeigt, wie man in Bamberg an einem Denkmal vorbeigeht – und trotzdem klüger wird. Auf dem Land hingegen zieht ein einzelnes Monument von weitem an: Denkmal auf dem Land erzählt von der stillen Magie solcher Orte. Natur und Denkmal fragt, was passiert, wenn die Natur das Denkmal zurückerobert. Wo Kunst und Denkmal verschmelzen, führt der Weg nach Kassel: Denkmal und Kunst blickt in die documenta-Stadt. Und wer ist selbst ein Denkmal? Jeder ist ein Denkmal – so behauptet es ein Kasseler Sockel aus rotem Sandstein, auf dem in großen Lettern „ICH“ steht. Paris schließlich denkt das Denkmal neu: Wer ein vergessenes, denkmalgeschütztes Grab im Père Lachaise restauriert, darf danach darunter liegen – Denkmal sucht Erben erzählt von einem Losverfahren, das Denkmalschutz und Ewigkeit verbindet.