Denkmal und Stadt

In Städten herrscht eine vergleichsweise hohe Denkmaldichte. Hier laufen wir an einem Denkmal oft achtlos vorbei. Im Lauf der Geschichte wurde einfach zuviel auf den Sockel gestellt. Würde man alle Denkmäler verstehen wollen und ihren Hintergrund erkunden, käme man in vielen Städten gar nicht vom Fleck. Bamberg ist so ein Fall.

Die Türme des Bamberger Doms St. Peter und St. Georg hinter einem Kastanienbaum und anderen Gebäuden der Bergstadt Bamberg / © Foto: Georg Berg
Die Türme des Bamberger Doms St. Peter und St. Georg hinter einem Kastanienbaum und anderen Gebäuden der Bergstadt Bamberg / © Foto: Georg Berg

Wunderschönes Flächendenkmal, reiches Weltkulturerbe, schöne Altstadt, verlockende Gasthöfe und Restaurants. Das soll nicht bedeuten, dass man eine Stadt mit viel Geschichtspotential meiden sollte, man muss nur eine Wahl treffen. In Bamberg haben wir uns statt mit Barock, mit Bier beschäftigt. Allein in der Innenstadt gibt es 13 Brauereien und 50 verschiedenen Biersorten. Zum Weltkulturerbe gehört in Bamberg nicht nur die Altstadt, sonder auch die Gärtnerstadt. Bamberger Familien bewirtschaften hier seit Jahrhunderten historische Anbauflächen mitten im Stadtgebiet. Ein ganz besonderes Denkmal.

Luftaufnahme Gärtnerstadt Bamberg. Der Gärtnerstadt Bamberg steht seit 1993 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes  / © Foto: Georg Berg
Luftaufnahme Gärtnerstadt Bamberg. Der Gärtnerstadt Bamberg steht seit 1993 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes / © Foto: Georg Berg

Keine Reise ohne Denkmal! Zum Internationalen Tag des Denkmals am 18. April unternehmen wir einen Streifzug durch die Vielfalt der Denkmäler. Egal, ob man ihnen in der Stadt oder auf dem Land begegnet, gemeinsam ist allen Denkmälern dieser Welt ihr Beitrag zur Bildung. Ohne sie würden wir alle ein bisschen dümmer von einer Reise zurückkehren.

Denkmäler begegnen uns überall – auf Reisen, in der Stadt, auf dem Land, im Museum. Doch was macht ein Denkmal aus? Wer entscheidet, was wir erinnern? Keine Reise ohne Denkmal eröffnet einen Streifzug durch die Vielfalt dessen, was Menschen auf Sockel heben. In der Stadt drängen sich die Denkmäler dicht: Denkmal und Stadt zeigt, wie man in Bamberg an einem Denkmal vorbeigeht – und trotzdem klüger wird. Auf dem Land hingegen zieht ein einzelnes Monument von weitem an: Denkmal auf dem Land erzählt von der stillen Magie solcher Orte. Natur und Denkmal fragt, was passiert, wenn die Natur das Denkmal zurückerobert. Wo Kunst und Denkmal verschmelzen, führt der Weg nach Kassel: Denkmal und Kunst blickt in die documenta-Stadt. Und wer ist selbst ein Denkmal? Jeder ist ein Denkmal – so behauptet es ein Kasseler Sockel aus rotem Sandstein, auf dem in großen Lettern „ICH“ steht. Paris schließlich denkt das Denkmal neu: Wer ein vergessenes, denkmalgeschütztes Grab im Père Lachaise restauriert, darf danach darunter liegen – Denkmal sucht Erben erzählt von einem Losverfahren, das Denkmalschutz und Ewigkeit verbindet.

Moment mal!

Unsere Arbeitsweise zeichnet sich durch selbst erlebte, gut recherchierte Textarbeit und professionelle, lebendige Fotografie aus. Für alle Geschichten gilt, dass Reiseeindrücke und Fotos am selben Ort entstehen. So ergänzen und stützen die Fotos das Gelesene und tragen es weiter.

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Permalink der Originalversion: https://tellerrandstories.de/denkmal-und-stadt