Er ist das blaue I-Tüpfelchen unserer kleinen Rudelguck-Party zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao. Eigentlich wollten wir mit Freunden nur eine Flasche Curaçao Triple Sec Likör, Geschmacksrichtung Tamarinde, leeren. Seit drei Tagen lebt nun ein Pfau in unserem Garten, spaziert über Dächer und ruft, vom Sound eher Vuvuzela als karibischer Calypso, durch die Gärten. Nachbar Michael hat ihn Herbert getauft.

Mit Herbert schlagen wir thematisch das Rad in die Karibik: In der Kunst Curaçaos steht der blaue Vogel für Pracht, Farbenreichtum und kulturelle Vielfalt – ein Sinnbild für eine Insel, deren Identität aus vielen Kulturen gewachsen ist. In der MosaCaña Bar in Willemstad, der Hauptstadt Curaçaos, leuchtet ein farbenfrohes Wandgemälde des Streetart-Künstlers Francis Sling. Im Zentrum: ein Pfau. Die leuchtenden Farben verkörpern karibische Lebensfreude, die seit der WM-Qualifikation von The Blue Wave einen neuen Höhepunkt erreicht hat.

Orakel auf der Wärmepumpe
Und Herbert? Der hat gerne die Übersicht. Ob Schuppendach oder Wärmepumpe ist ihm egal. Wo er eigentlich zu Hause ist, noch unklar. Vielleicht bleibt er uns als WM-Orakel erhalten – oder zieht weiter, je nach Spielergebnis.

Herbert im majestätischen Sturm auf die Gartenterrasse. Aber meine Abwehr steht! Seht selbst.
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Curaçao ist das C der ABC-Inseln mit niederländischem Erbe in karibischem Gewand. Die Insel beeindruckt mit pastellfarbenen Handelshäusern, die an Amsterdam erinnern, während Papiamento als Kreolsprache die kulturelle Mischung aus Europa, Afrika und Lateinamerika widerspiegelt. Die Insel ist mehr als Strand und Tauchparadies: Street-Art-Szene, verfallender Charme der alten Barockarchitektur und eine eigene kulinarische Identität zwischen holländischer Kolonialküche und karibischen Aromen. Von wegen Blue Curaçao! Die karibische Insel, die man vor allem mit der Farbe Blau verbindet, entfaltet ein Kaleidoskop an Farben und Geschichten. Von den berühmten Likören über die kunstvoll bemalten Fassaden in Willemstad. Die Queen Emma Bridge wird von den Einheimischen liebevoll Swinging Old Lady genannt.